Die ersten 3 Wochen – Ein Fazit

Urlaubsstimmung

Es ist alles nur in meinem Kopf…

Alles Kopfsache! Meine Rede, werden jetzt viele denken. Andere werden sagen: „Habe ich schon immer gewusst. Das ist nichts Neues!“.
Natürlich bin ich nicht überrascht davon, dass das Abnehmen von Körpergewicht primär eine Sache des Kopfes ist.
Wenn Du es nur willst, dann wirst Du es schaffen!
Doch wie schafft man den Weg dorthin? Wie schaltet man die mentale Einstellung auf „Unbedingtes Wollen“?
Ich behaupte, dass es ganz viel Leidensdruck ist. Man muss sehr viel leiden, um irgendwann (und das Irgendwann ist individuell) zur Erkenntnis zu kommen: „Bis hier hin und nicht weiter!“.
Umso wichtiger war es für mich, dass ich 3 Wochen Zeit in meinem Urlaub hatte mich auf diese Lebensstiländerung einzustellen. Und dieser Umstellungsprozess ist damit nur angestoßen worden und noch lange nicht am Ende. Darum blogge ich auch hier. Die nächsten Monate werden sehr anstrengend für mich.

Zuerst der Kopf und dann?

Für mich war es wenig problematisch den Teil der Lebensstiländerung zu beginnen, der mit Ernährung und Bewegung zu tun hat. Ist bei mir der Schalter erstmal umgelegt auf „Ich will!“, dann kann ich ziemlich hartnäckig sein. Die Entscheidung eine „Almased-Kur“ würde ich aus heutiger Sicht so nicht treffen. Ich habe zu lange auf den Eiweißdrink gesetzt. Gut daran war allerdings, dass es mir geholfen hat den Stoffwechsel umzustellen. Ich merke, dass ich viel weniger essen muss, um satt zu werden. Erstaunlich, wie schnell der Körper sich umstellen kann.
Richtig ist aus meiner Sicht die Entscheidung auf „Low-Carb“ zu setzen. Ich hab’s am Anfang übertrieben und gar keine Kohlehydrate zu mir genommen, doch ich bin fest davon überzeugt, dass eine drastische Reduktion der Kohlehydratzufuhr insbesondere am Abend (dazu gehört auch der von mir leider zu oft gepflegte abendliche Bierkonsum) zu einer nachhaltigen, deutlichen Gewichtsreduktion führen.
Doch erst in der Kombination mit körperlicher Bewegung entfaltet die Ernährungsumstellung ihre gewichtsreduzierende Wirksamkeit. Und auch hier habe ich am Anfang meines Urlaubs übertrieben. Fitnesscenter und Nordic Walking an einem Tag sind für meine alten Knochen einfach zu viel,
Motivierend wirkte, dass mein bester Freund sich aufraffte und mich 3 mal in der Woche ins Fitnessstudio begleitete. Freundschaften zu pflegen kann also auch gesundheitsfördernd sein! 🙂

Warum Nordic Walking?

Ich leide seit vielen Jahren an Arthrose in meinen Kniegelenken. Schon als junger Mensch (und da wog ich 30 kg weniger) hatte ich Probleme damit und mit zunehmendem Gewicht wurde es natürlich nicht besser. Zudem hatte ich eine Meniskusoperation, die nicht unbedingt schmerzlindernd wirkte.
Umso begeisterter war ich, als mich Freunde in die Geheimnisse des Nordic Walking einführten. Zeitweise mit meiner Frau und meiner Tochter genossen wir es durch den bei uns angrenzenden Mauerweg zu walken. Diese Aktivitäten schliefen leider irgendwann ein und umso mehr genieße ich es sonntäglich und an den fitnessfreien Tagen zu laufen.
Im Vergleich zum Joggen ist das Nordic Walken wesentlich gelenkschonender und durch den Einsatz der Oberkörpermuskelatur fettverbrennungsfördernder, Deshalb habe ich mich für diesen Sport entschieden.

Warum Low-Carb?

Jeder Diabetologe weiß, wie schwierig es ist seinen Patienten zu erklären, dass kohlehydratreiche Ernährung die Insulinproduktion befeuert. Eine vermehrte Insulinausschüttung reduziert den Glucosespiegel und führt zum Hungergefühl. Natürlich ist dieser Zusammenhang deutlich komplexer als ich ihn hier darstelle. Doch hat man erst einmal verstanden, dass Insulin ein anaboles (aufbauendes) Hormon ist und damit für den Aufbau von Fettzellen verantwortlich ist (ein Grund warum insulinspritzende Diabetiker Fettmasse zulegen) und damit die abendlich zugeführten Kohlehydrate mangels abendlicher Bewegung direkt in Fettpolster umgewandelt werden.
Demzufolge ist es nur logisch und konsequent, wenn man eine Reduktion des Fettgewebes erreichen möchte insbesondere die abendliche Kohlehydratzufuhr deutlich zu reduzieren.
Deshalb habe ich mich für eine kohlehydratreduzierte Ernährung entschieden. Manche würden es „Low-Carb“ nennen.

Zusammenfassung

4 Wochen sind nun vergangen und ich fühle mich fitter und beweglicher. Zwar habe ich noch nicht allzu viel Gewicht verloren, doch bin ich überzeugt davon, dass ich in einem Jahr genau da sein werde wo ich hin wollte. Bei 30 kg weniger Körpergewicht.
Drückt mir die Daumen! 🙂

Bild: Lothar Seifert Strandurlaub