Urlaub – Zeit für mich

Wie sehr habe ich mich auf den heutigen Tag gefreut. Urlaub, yeah! Endlich wieder Zeit für mich und meinen Körper. Zeit sich um Ernährung und Bewegung zu kümmern. Zeit sich zu überlegen, wie ich es schaffe Arbeit und Gesundheit zu verbinden. Zeit in sich hinein zu horchen, den Takt des eigenen Körpers zu fühlen.

Fast genau ein Jahr ist mein letzter Blogbeitrag alt. Für mich war dieses Experiment eine tolle Erfahrung. Ich habe eine tolle, motivierende Community kennengelernt. Habe gelernt wie mein Körper tickt, wenn ich ihm die Ruhe lasse das zu tun was „richtig“ ist und habe dabei wieder meine Leidenschaft für das Kochen und allem was dazu gehört wieder entdeckt.

Doch leider arbeite ich in einem Irrenhaus (das Buch lese ich zur Zeit und es beschreibt meine Firma sehr gut! :D) und seit ich befinde ich mich am Rande des Nervenzusammenbruchs. Zuerst begann die Zeit vor der Umstrukturierung (knapp 200 meiner Kollegen sin seit dem gefeuert). Diese Zeit wurde im Januar durch die Zeit der eigentlichen Umstrukturierung ersetzt. Eine Zeit der kompletten Neuorientierung.
Nun befinde ich mich in der Zeitrechnung nach der Umstrukturierung. Es ist die Zeit, da die Firma merkt das Leute im Außendienst fehlen. Die Kunden wollen sich nicht an neue Gesichter gewöhnen und deshalb gehen die Umsätze (surprise, surprise) gnadenlos zurück.
Und in diesem ganzen Chaos, fühle ich mich kaum in der Lage an Gesundheit und Bewegung zu denken. Ich bin schon froh, dass es bisher nicht zu einem Burn-Out/Depressions-Rückfall wie 2010 kam.

Diese Gemengelage und die Tatsache, dass mein Hausarzt angesichts meiner körperlichen Verfassung das erste mal ernsthaft sauer mit mir war haben mich veranlasst tief durchzuatmen und mir selbst zu versprechen:
Bernd Du schaffst es und es wird Dein eigenes Geschenk werden zum 50. Geburtstag!

Was möchte ich schaffen? Was habe ich mir vorgenommen?

  • Alkohol ist tabu
    Keine Ausnahmen. Keine Toleranz! 😀
  • Wurst und Fleisch werden auf ein Minimum reduziert.
    Ich habe mich heute komplett vegetarisch (vielleicht sogar vegan? Bei den Nudeln bin ich mir unsicher…) ernährt.
  • Ich werde mehr hochwertige Bio-Nahrungsmittel einkaufen.
    Es wird Zeit mich damit mehr zu beschäftigen. Schließlich werde ich demnächst Shop-Betreiber
    eines BioFood Shops un einer Niche. Dazu an anderer Stelle bei Gelegenheit mehr.
  • Ich werde täglich einfache, gymnastische Übungen in meinen Tagesablauf integrieren.
    Ich bin Frühaufsteher. Das sollte kein Problem sein.
    Nur das WAS sollte ich noch klären und bin für jeglichen Input dankbar! 🙂
  • Ich motiviere meinen besten Freund sich wieder 3 mal die Woche mit mir bei McFit zu treffen.
    Das wird schwierig, aber einen Versuch ist es alle mal wert! 🙂
  • Ich gehe regelmäßig Nordic Walken.
    Das habe ich heute schon mal erledigt. Was waren zwar nur 35 Minuten, aber das war mich klar…
    Ich werde die Gelegenheit nutzen schöne Walking Kurse in und um Berlin zu testen und darüber in einem
    seperaten Blog zu schreiben.
    Ein bisschen neue Ausrüstung werde ich mir auch gönnen…

Die Herausforderung für mich: Wie schaffe ich es „verhaltenstherapeutisch“ sozusagen, diese Lebensstiländerungen durchzuhalten?
Ich werde darüber berichten…

 

Endlich abnehmen – Tag 1

Heute ist also Tag 1 meiner folgenschweren Entscheidung 1. abzunehmen und 2. darüber zu bloggen.

Das Bloggen fällt mir nicht so schwer, dafür das Abnehmen.
Vor allem fehlt mir die nötige Kontinuität beim Sport. Denn ohne Sport/Bewegung dauert die Gewichtsabnahme deutlich länger als z.B. nur mit einer Ernährungsumstellung.

Der Status

Seitdem ich nicht mehr rauche (Sommer 2007), habe ich satte 30 kg zugelegt. Das macht bei einer Körpergröße von 184 cm einen BMI (habe ich hier ausgerechnet) von 35. Das nennt der Diabetologe adipös, oder ganz einfach fett! 🙂
Einher geht das Ganze mit einem leicht erhöhten Blutdruck. Ein AT1-Blocker sorgt dafür, dass er sich im Normbereich befindet.
Darüberhinaus quält mich in beiden Knien eine Arthrose. Natürlich sind da 30 kg Übergewicht nicht unbedingt schmerzlindernd.

Das Ziel

Zu allererst möchte in den 3 Wochen meines Urlaubs 5 kg Körpergewicht verlieren. Das sind rund 4% des Gesamtgewichts und sollte schaffbar sein.
Bis zum Ende des Jahres sollten dann nochmal 10 kg fallen. Das entspricht rund 5 kg pro Quartal. Auch das ist schaffbar.
Danach wird es hart! 😀 Ich werde dann zum Ende des Jahres entscheiden, wie ich das Programm fortsetze.
Weitere langfristige Ziele sind natürlich die Normalisierung des Blutdrucks, sowie die Schmerzlinderung in den Knien.

Der Sport

Endlich lohnt sich meine Mitgliedschaft bei McFit wieder! 🙂
Trainiert wird 3 Mal die Woche. Montags, Mittwochs und Freitags. Nach 3 Tagen Training sollte man Pause machen, deshalb geht es erst Montags wieder weiter.
Zu Beginn wird der Schwerpunkt bei Kardiotraining liegen (Spinning/Rudern), verbunden mit einem Gerätetraining das den Schwerpunkt Rücken hat.
Darüberhinaus laufe ich täglich 30 Minuten Nordic Walking.
Ich weiß, dass das sehr viel aussieht, doch ich glaube auch, dass dies im Moment genau das Richtige für mich ist! 🙂

Die Ernährung

Die ersten 3 Tage werde ich praktisch alle Mahlzeiten durch Almased (mit etwas Walnussöl) ersetzen.
Anschließend wird es viel Gemüse und Obst, etwas Fleisch und Fisch geben. Leider kann ich wegen diverser Lebensmittelunverträglichkeiten nicht mehr so viele Obstsorten genießen.
Da ich ganz gerne und ich denke auch ganz gut koche, werde ich mir ein paar schöne Rezepte zum Ausprobieren ausgucken!
Wenn es Kohlehydrate zu Essen gibt, dann wird es sie eher früh am Tage geben. Am frühen Abend sind Kohlehydrate (warum erkläre ich in einem anderen Posting) absolut tabu.

Was trinke ich und was nicht?

Ich werde mich wesentlich auf das Trinken von Kaffee und Mineralwasser konzentrieren.
Gemüsesäfte und Gemüsebrühen unterstützen mich an den ersten Almasedtagen.
Alkohol ist tabu!

Wie war es heute?

Ich habe heut Vormittag ein 45-minütiges Kardiotraining „zum warm werden“ absolviert und mich dann rund 20 Minuten um das Rückentraining gekümmert.
Das Rückentraining muss ich noch besser strukturieren. Ich werde da sich mal eine Trainerin (gibt’s neuerdings bei McFit in Neukölln nur weibliche Trainer? :)) fragen.

Am Abend bin ich zusammen mit meiner Tochter laufen gegangen. Sie ist natürlich schneller gesjoggt, als ich ihr mit meiner schlechten Nordic Walking Technik folgen konnte, doch ich glaube wir hatten beide unseren Spaß! 🙂
Wir haben hier am alten Mauerstreifen wunderbare Laufmöglichkeiten und ich freue mich sehr darauf irgendwann mal wieder größere Lauftouren unternehmen zu können, wenn die Kondition denn wieder da ist!

Summasumarum war es denke ich ein erfolgreicher Tag, der ein guter Start in mein Experiment sein könnte!

Und nun bin ich müde und erschöft und freue mich auf mein Bett! 😉